Notiz der Gießener Allgemeinen vom 17.02.2021

Abriss genehmigt

Der Baustopp am alten Singalumnat ist aufgehoben, die von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) unter artenschutzrechtlichen Auflagen erlaubte Rodung läuft. Derweil hat der Kreis auch den Abrissantrag genehmigt. Vorerst geht es aber um die Rodung.

Klar ist, dass Mitglieder der Bürgerinitiative, die die Mehrfamilienhäuser-Planung als zu massiv ablehnen, die Arbeiten verfolgen: Schliesslich hatte die UNB bzw. der Landkreis auf Hinweis der BI im Herbst die Rodungsarbeiten gestoppt, zunächst ein Artenschutzgutachten verlangt. Konkret: eine vertiefende Erfassung der im Eingriffsraum lebenden relevanten Tier- und Pflanzenarten. Was das Individuum selbst, als auch seine Entwicklungsformen, Fortpflanzungs- und Ruhestätten betrifft. Alle Hinweise »auf streng geschützte Arten im ungünstigen Erhaltungszustand« waren zu erfassen. Neben Vögeln, so die UNB, könnten dies hier vor allem Haselmäuse und Reptilien sein. Als Grundlage der Anordnung wurde der »Leitfaden für die artenschutzrechtliche Prüfung in Hessen« benannt.

Der Baustopp ist also aufgehoben, die Arbeiten laufen. BI-Sprecher Andreas Wenig bestätigte dieser Zeitung, dass Mitglieder durchaus ein Auge auf die Rodung hätten, sich aber alles andere als aggressiv verhielten. »Wir sind Demokraten.« Zum Stand der avisierten Klage gegen das Vorhaben bzw. die Bauleitplanung der Stadt erklärte er, die Vorbereitung brauche noch Zeit. Und: »Wir rechnen uns weiter gute Chancen aus.«


 

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